Portrait

Dr. Sexual Health, Ärzte für sexuelle Gesundheit Schweiz (DrSH) ist ein gemeinnütziger Schweizer Ärzteverein mit dem Ziel «Förderung der sexuellen Gesundheit und Einhalten der sexuellen Rechte». Der Verein engagiert sich in den Bereichen „Liebe und Sexualität, sexuell übertragbare Infektionen (STI), sexuelle Funktionsstörungen sowie sexuelle Gewalt“.

Zielgruppen sind alle in der Schweiz lebenden Menschen, die älter als 11 Jahre sind und Ärzteschaft. Wir wollen nicht nur Menschen mit erhöhtem Risiko (wie Homosexuelle, Prostituiert, Drogenabhängige) erreichen. Unsere Informationen richten sich an alle anderen, da für diese noch ungenügende Angebote existieren. Es ist zu wenig bekannt, dass sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, Herpes und HPV in der ganzen Bevölkerung häufig vorkommen und gravierende gesundheitliche Probleme (Unfruchtbarkeit, Krebs etc.) verursachen können. Viele leiden auch unter verschiedenen sexuellen Problemen, über die zu wenig sachgerecht informiert wird. Dr. Sexual Health, Ärzte für sexuelle Gesundheit will diese Lücke füllen.

Die Geschäftsstelle in Horgen koordiniert die Aktivitäten des Vereins mit Informationen durch die Homepage, Broschüren und Faltblätter. Eine ärztliche Hotline (Email und telefonisch) steht jedermann für persönliche und allgemein Fragen zur sexuellen Gesundheit zur Verfügung. Der Ärzteschaft im Allgemeinen kommt eine wichtige Rolle bei der Informationsvermittlung, Diagnostik und Behandlung von sexuellen Problemen zu. Wir unterstützen sie mit Fachartikeln und Weiterbildungen.

Durch unsere ca. 400 Mitglieder vorwiegend Ärzte aus allen Landesteilen Einzelmitgliedern, verfügt der Verein einerseits über ein geballtes Fachwissen und andererseits über das Netzwerk die neusten Erkenntnisse im Bereich der sexuellen Gesundheit zu verbreiten.

Organisation

Unser Verein wird grösstenteils von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen. Unsere freiwilligen Mitarbeiter, Vorstand, Beirat und die korrespondierenden Mitglieder sind alle ehrenamtlich für uns tätig. Ihre Arbeit und ihr Engagement werden getragen von der Überzeugung, der Bevölkerung damit etwas Gutes zu tun.

Wir lassen uns nur durch evidenzbasierte Erkenntnisse, die medizinische Ethik und die Menschenrechte leiten. Wir haben keine finanziellen oder politischen Interessen oder Ambitionen und sind unabhängig von staatlichen oder anderen Nichtregierungs-Organisationen.

Vorstand

Der Vorstand wurde am 5. Dezember 2017 letztmals gewählt und besteht aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern. Er bildet das Leitungsorgan des Vereins.

Dr. med. Kurt April, Präsident
FMH Psychiatrie, Sexualmedizin

Dr. med. Max Solenthaler, Aktuar
FMH Innere Medizin, Hämatologie

Dr. med. Walter H. Häcki, Beisitzer
FMH Gastroenterologie

Dr. med. Petra Lugger, Beisitzerin
Fachärztin für Chirurgie (Koloproktologie)

med. pract. Ramon Vettiger, Beisitzer und Stellvertreter von Dr. med. Kurt April
FMH Psychiatrie & Psychotherapie, psychiatrische Forensik

Team

Dr. med. Kurt April, Präsident
FMH Psychiatrie, Sexualmedizin
april@drsh.ch

Silvana Küchler, Sekretariat
Arnold Küchler, Sekretariat

info@drsh.ch

Unterstützen durch Ehrenamt

Ärzte für sexuelle Gesundheit Schweiz hat eine Vielzahl von freiwilligen Mitarbeitern, welche den Verein im Erbringen seiner Leistungen tatkräftig unterstützt.

Gemeinsam wirken

Neben festangestellten Mitarbeitern wird der Verein durch freiwillige Mitarbeiter tatkräftig unterstützt. In verschiedenen Bereichen würden wir uns freuen, um zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiter, die mithelfen, die sexuelle Bildung und Gesundheit in der Schweiz zu verbessern.

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Wissenschaftlicher Beirat und korrespondierende Mitglieder

Der Verein wird zudem von einem wissenschaftlichen Beirat und korrespondierenden Mitgliedern beraten.

Wissenschaftlicher Beirat:

Prof. Dr. med. Johannes Bitzer
Gynäkologie und Geburtshilfe, Basel

Prof. Dr. Guy Bodenmann
Psychologe Psychologisches Institut, Universität Zürich

Dr. med. Ruth Draths
Gynäkologie & sexuelle Gesundheit, Luzern

Prof. Dr. med. Daniel Fink
Gynäkologie, UniversitätsSpital Zürich

Prof. Dr. med. Lars French
Dermatologie und Venerologie, UniversitätsSpital Zürich

Prof. Dr. med. Peter Itin
Dermatologie und Venerologie, Basel

PD Dr. phil. Andreas Mokros
Rechtspsychologie, psychologische Diagnostik, Forensik, Psychiatrisches UniversitätsSpital, Zürich

Prof. Prof. h.c., Dr. rer. nat. Karin Mölling
Virologie, Zürich/Berlin

PD Dr. med. Alexander Müller
Urologie, UniversitätsSpital Zürich

Prof. Dr. med. Beat Müllhaupt,
FMH Gastroenterologie, UniversitätsSpital Zürich

Prof. Dr. rer. nat. Boris Quednow
Experimentelle und Klinische Pharmakopsychologie

Prof. Dr. Brian Williams
Epidemiologie, WHO, Genf/Südafrika

Korrespondierende Mitglieder:

Dr. sc. Andrea Burri
Sexuelle Gesundheit, Psychologie, Epidemiologie, Psychologisches Institut, Universität Zürich

Dr. med. Ella Bragagna
Wien, Allgemeinmedizin & sexuelle Gesundheit

Dr. med. Thomas Keller
Kinder- und Jugendmedizin Pfäffikon/SZ

Lucia Reh
Virologin, Institut für Medizinische Virologie, Universität Zürich

Dr. med. Philipp Cesana
Dermatologie & Venerologie, Universitätsspital Basel

Prof. Dr. med. Uli Herrmann
Gynäkologie und Geburtshilfe FMH, Biel

Dr. phil. Natasha Arora
Senior Research Scientist, UZH, Zürich

Leitbild

Die Definition von sexueller Gesundheit und sexueller Rechte von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden von Dr. Sexual Health unterstützt. Im Bereich der sexuell übertragbaren Infektionen (STI) unterstützt der Verein die Ziele des Nationalen Projektes für HIV und anderer STI (NPHS) vom Schweizerischen Bundesamt für Gesundheit. DrSH ist es besonders wichtig, dass bei Menschen in der Schweiz sexuell übertragbare Infektionen (STI) frühzeitig erkannt (diagnostiziert) und rechtzeitig behandelt werden. Er wendet sich gegen die Tabuisierung und die Stigmatisierung von Menschen mit STI (inkl. HIV) sowie anderen sexuellen Problemen.

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Geschichte

Über 29 Jahre sind seit Gründung des Ärztevereins «Aids Aufklärung Schweiz» (AAS) vergangen. HIV/Aids hat an Bedeutung verloren. Deshalb wurde der Verein umbenannt. Der Name des Vereins wurde in Anlehnung an die allgemeine Definition der Weltgesundheitsorganisation für sexuelle Gesundheit und sexueller Rechte gewählt. Er heisst heute Dr. Sexual Health, Ärzte für sexuelle Gesundheit Schweiz und hat sein Tätigkeitsfeld erweitert. Der Fokus liegt auf den aktuell brennenden Problemen der sexuellen Gesundheit.

Wegen ihrer Kritik an der offiziellen Stop-Aids-Kampagne ist die AAS seinerzeit auf zähen Widerstand gestossen. Konkurrenz um die reichlich fliessenden Bundesgelder dürften ein wesentliches Motiv dafür gewesen sein. Auch Dr. Sexual Health wird angefeindet. Denn leider verhindern Vorurteile und Konkurrenzdenken anderer NGO noch immer ein gemeinsames Vorgehen. Wünschbar jedoch wäre eine breite Kooperation aller auf diesem Gebiet tätigen Organisationen.

Laden Sie die ausführliche Geschichte mit den Hintergründen „Trotz Diskriminierung: Wir bleiben am Ball“ als PDF herunter: Download