Genitalherpes: Autismus-Spross im Mutterschoß

Ein Großteil der Erwachsenen ist Träger von Herpesviren. Ein Lippenherpes ist zwar lästig, bleibt aber in der Regel ohne Folgen. Der Genitalherpes hingegen scheint bei Schwangeren die Gehirnentwicklung des Kindes negativ zu beeinflussen und steht sogar im Verdacht, Autismus zu fördern.

Newsletter: DocCheck News, 10. März 2017

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HIV: Legale Sexarbeit ist gute Sexarbeit

Hat die Gesetzeslage für oder gegen Sexarbeit einen Einfluss auf die sexuelle Gesundheit? Eine europäische Studie gibt jetzt eine klare Antwort. Länder, in denen Sexarbeit in Teilen oder ganz erlaubt ist, haben eine geringere HIV-Prävalenz in dieser Berufsgruppe.

Newsletter: DocCheck 8. März 2017

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Klärendes Gespräch an der Bettkante

Sexuell übertragbare Infektionen nehmen in der Schweiz jedes Jahr zu. Viele Ansteckungen könnten verhindert werden, sagt Arzt Kurt April – wenn Paare offener reden würden, bevor sie miteinander schlafen.

Ostschweiz am Sonntag, 26. Februar 2017

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Sex zu dritt: Ich, du und HPV

Eine aktuelle US-Studie präsentierte kürzlich Zahlen zur Prävalenz genitaler Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) bei Männern im Alter zwischen 18 und 59 Jahren. Bis zu 45 Prozent der Männer waren demnach HPV-positiv, darunter fanden sich auch die krebsinduzierenden HPV 16 und 18 sowie die warzenverursachenden HPV 6 und 11.

Newsletter: DocCheck News 17.08 /17.02.2017

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HPV: Impfungen für Jungs

In einem früheren Blogbeitrag forderte die DGU schon eine HPV-Impfung für Jungen. Mittlerweile empfiehlt auch die BDU diese Maßnahme. In einem kleinen Interview wird auf die geschlechterunabhängige Verbreitung von Warzen hingewiesen. Eine Rolle könnte dabei die Intimrasur spielen.

Doc Check News 24.08.2016

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Geschlechtskrankheiten Tripper, Syphilis und Chlamydien nehmen wieder zu

In der Schweiz treten wieder mehr Geschlechtskrankheiten auf. Besonders stark stiegen im vergangenen Jahr die Fälle von Tripper. Auch bei Syphilis wurde nach zwei Jahren mit rückläufigen Zahlen wieder ein Anstieg beobachtet. Die Zahl der HIV-Infektionen blieb stabil.

Freitag, 27. Januar 2017, 11:23 Uhr, SRf 4 News

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STI-Studie: An den Schamhaaren herbeigezogen

Ob man einen behaarten Intimbereich hat oder nicht, ist Geschmackssache. Vielleicht steht dies aber in Zusammenhang mit dem Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten. In einer US-Studie wurden über 7.500 Menschen zum Thema Schambehaarung und Sexualverhalten befragt.

Newsletter: DocCheck News 16.51 / 21. Dezember 2016

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Addyi: Lustpille mit Frustfaktor

Mitte August 2015 hat die FDA Flibanserin (Addyi) zugelassen. Zwölf Monate später macht sich Enttäuschung breit: Der Verkauf liegt weit hinter den Erwartungen zurück – und das National Women’s Health Network kritisiert fehlende Effekte.

Newsletter: DocCheck News, 6. September 2016

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Chlamydien – Hauptursache für die Unfruchtbarkeit

Die Zahl der Chlamydien-Fälle nimmt zu, der Arzt Stephan Lautenschlager erklärt, wie man sich vor der Geschlechtskrankheit schützen kann.

NZZ am Sonntag, 31.7.2016

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Welt-Aids-Konferenz 2016 – weg vom Medikamenten-Cocktail

Am Montag beginnt in Südafrika die Welt-Aids-Konferenz. Ausser um die Optimierung der Therapie wird es vor allem um die Frage gehen: Wie gelingt es, dass alle Menschen Zugang zu Diagnose, Therapie und Prävention haben?

NZZ, 15. Juli 2016

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Syphilis: Leiden aus dem Lehrbuch

Während die Zahl an HIV-Neuinfektionen relativ konstant bleibt, erkranken immer mehr Menschen an Syphilis – einer Infektion, die lange Zeit fast vergessen schien. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe versucht jetzt, massiv gegenzusteuern.

Newsletter: DocCheck News vom 3.5.2016

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Frische HIV-Infektionen. Jeder Dritte neu Angesteckte zeigt keine Symptome!

Ein Drittel der neu mit HIV angesteckten Patienten entwickelt laut einer neuen Studie zunächst keine Symptome. Personen aus Risikogruppen sollten sich deshalb alle drei Monate auf HIV testen lassen.

Neue Zürcher Zeitung, 12.6.2015

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Neue Strategie des Deutschen Bundesministerium für Gesundheit zur Eindämmung von HIV und sexuell übertragbaren Infektionen

Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen BIS 2030 – Bedarfsorientiert · Integriert · Sektorübergreifend

Deutsches Bundesministerium für Gesundheit, 6.4.2016

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HI-Viren: Verseuchte Blutkonserven in Indien

Indien ist nach Südafrika und Nigeria das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate. Nun wurde bekannt, dass auch kontaminierte Bluttransfusionen in Krankenhäusern eine erschreckende Rolle spielen. Das teure Testen der Blutspenden wird viel zu häufig vernachlässigt.

Newsletter: DocCheck , 7. Juni 2016

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Gonorrhö: Ein TRIPper durch Europa

Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) schlägt Alarm: Kaum von der Öffentlichkeit beachtet, nimmt die Zahl an Gonorrhö-Infektionen stetig zu. Wissenschaftler berichten immer häufiger von Resistenzen.

Newsletter: DocCheck News, 10. Juni 2016

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HIV-Prophylaxe: Fehlerf**ktor Mensch

Um die Zahl an HIV-Neuinfektionen zu verringern, reichen moralisch erhobene Zeigefinger, regelmäßig Kondome zu verwenden, nicht aus. Forscher setzen jetzt auf Wirkstoffe zur Präexpositionsprophylaxe, vergessen aber eine zentrale Größe: den Patienten.

Newsletter: DocCheck News, 12. April 2016

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«Spermien müssen die Eizellen selbst finden»

Der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch liegt ebenso oft beim Mann wie bei der Frau. Urologin Sabine Kliesch erklärt, wie man das Problem angehen kann:

NZZ am Sonntag: Wie häufig liegt die Ursache für unerfüllten Kinderwunsch beim Mann?

Sabine Kliesch: Früher dachte man, dass die Fruchtbarkeit Sache der Frau ist. Auch heute ist es noch häufig so, dass die Frau komplett untersucht ist, bevor der Mann zum Arzt geht. Umgekehrt ist es eher selten. Dabei liegt der Grund für Infertilität genauso oft beim Mann wie bei der Frau.

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Erster Master of Arts in der Schweiz in Sexologie

Beginn Master-Studiengang
23./24. September 2016

Der berufsbegleitende Weiterbildungsmaster Sexologie richtet sich an Fachkräfte aus sozialen, psychotherapeutischen, medizinischen und pädagogischen Arbeitsfeldern mit einem Hochschul- oder Fachhochschul-Abschluss.
Der Masterstudiengang Sexologie basiert neben anderen theoretischen Grundlagen auf dem Modell sexueller Gesundheit Sexocorporel. Unterschiedliche sexual-wissenschaftliche Modelle werden vorgestellt und der Zusammenhang zum Modell Sexocorporel aufgezeigt. Der theoriegeleitete körperorientierte Ansatz von Sexocorporel und andere anwendungsbezogene Methoden zeigen, wie vielfältig die Einflussfaktoren auf die Gestaltung der Sexualität sind. Es wird dargelegt, wie sexuelles
Erleben und sexuelles Verhalten über persönliche und soziale Lernprozesse lebenslang entwickelt werden können.

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Jugendliche verzichten auf Kondom

Schweizer Teenager schützen sich ungenügend vor HIV. In einer internationalen Studie geben 20 Prozent der 14- und 15-Jährigen an, beim Sex kein Präservativ zu benützen. Kathrin Alder

Besorgniserregend sei die Situation, schreiben die Autoren eines Papiers zum Sexualverhalten Schweizer Jugendlicher: Rund ein Fünftel der sexuell aktiven Jugendlichen im Alter von 14 und 15 Jahren habe beim letzten Geschlechtsverkehr kein Kondom benützt – und damit auf das einzig wirksame Verhütungsmittel gegen sexuell übertragbare Krankheiten verzichtet, heisst es im Kommentar zum Papier.

Die Zahlen stammten aus einer internationalen Studie unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die sogenannte «Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)» wird alle vier Jahre durchgeführt und untersucht in 40 Ländern die gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen von Schülern im Alter von 11 bis 15 Jahren. Den Schülern wird dabei ein standardisierter Fragebogen vorgelegt, die jüngsten Daten stammen aus dem Jahr 2014. Verglichen mit anderen europäischen Ländern, verhalten sich Schweizer Jugendliche bei der Verhütung zwar vorbildlich. Weshalb dennoch 20 Prozent von ihnen auf ein Kondom verzichten, ist für Marina Delgrande Jordan von HBSC Schweiz nicht klar. Die Studie liefert dazu keine weiteren Erkenntnisse, deshalb brauche es zusätzliche Nachforschungen, sagt sie auf Anfrage. Am Zugang zu Präservativen könne es kaum liegen, dieser sei in der Schweiz sehr leicht. Gemeinsam mit den übrigen Autoren des Papiers, das von HBSC Schweiz und der Stiftung «Sucht Schweiz» herausgegeben wird, äussert sie indes eine andere Vermutung: Die Präventionsmassnahmen- und -kampagnen in der Schweiz erreichten die Jugendlichen nicht wie gewünscht.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das in Sachen Aids-Prävention den Lead hat, verweist auf die gegenwärtige Kampagne «Love Life». Diese spreche eine breite Bevölkerung an, auch Jugendliche, sagt BAG-Sprecher Daniel Dauwalder. Weiter verweist er auf die Kantone, welche über ihre Schulen die Haupt-Präventionsarbeit leisteten.

NZZ am Sonntag, 03. April 2016

BAG – Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) zur Prävention der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind

Die letzten publizierten Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom 26.1.2009 [1] zur Prävention der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind (MTCT) wurden durch die damalige Fachkommission Klinik und Therapie HIV/AIDS (FKT) im Auftrag der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen erstellt. In der Zwischenzeit haben sich einige Aspekte ergeben, welche neu zu beurteilen sind.

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HIV-Ansteckung anders qualifizieren

Anwendung der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichts 2013 hat das höchste Schweizer Gericht erstmals entschieden,
eine HIV-Ansteckung sei nicht per se eine lebensgefährliche Körperverletzung. Auslöser für diese Rechtsprechung war ein
Zürcher Fall – über den das Obergericht erneut befunden hat.

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Neuer Test für genitale Ulcera

Das Labor der dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich hat einen Genitalulkus-Multiplex-PCR zum Nachweis von Treponema pallidum, Haemophilus ducreyi, HSV 1 und HSV 2 entwickelt.

Für den Erregernachweis aus genitalen, analen und oropharyngealen Ulzera können Proben ins Labor der dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich eingesandt werden. Mittels Multiplex-PCR werden Treponema pallidum, Haemophilus ducreyi, HSV 1 und HSV 2 nachgewiesen. Die PCR wurde im Labor der dermatologischen Klinik entwickelt und in einer klinischen Studie erfolgreich getestet (Sensitivität >99%, Spezifität 94-100%). Die Methode kann auch bei anderen Materialien angewendet werden, z.B. nässende Läsionen bei Lues II (Condylomata lata), Hautbiopsien oder Bläscheninhalt (HSV).

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Vortrag: „VIREN & SEX“ mit Dr. Moelling, Dr. Bosshard & Dr. April

Vortragsreihe „Liebe und sexuelle Gesundheit“

„Viren und Sex“ 

3 spannende Vorträge aus der Vortragsreihe Liebe und sexuelle Gesundheit

Referenten: Frau Dr. Mölling, Herr Dr. Bosshard und Herrn Dr. April.

03. Februar 2015, 18.30 Uhr

Saal Norma, Restaurant Au Premier, Zürich

Eintritt ist kostenlos.

 

„Ohne Viren gäbe es uns nicht!“
Prof. mem. Prof. h.c. Dr. rer. nat. Karin Moelling, Virologie Zürich/Berlin
Ihre Entwicklung begann vor mehr als 3.5 Milliarden Jahren in der Morgenstunde des Lebens, als es noch nicht einmal Zellen gabe. Viren sind, wie Karin Mölling, die grosse Dame der Virenforschung, erläutern wird, keineswegs nur Feinde: Sie leiten zu unserer Entwicklung und Gesundheit wesentliche Beiträge. Selbst unser Erbgut besteht zur Hälfte aus – Viren.

 

„Sexuell übertragbare Infektionen – STI“
Dr. sc. nat. Philipp Bosshard,Laborleiter FAMH, Dermatologische Klinik, UniverstiätsSpital Zürich
Sexuell übertragbare Infektionen. Aktuelle Ausbreitung. Übertragungswege und Krankheitsbilder und Behandlung.

 

„Sprechen über Sex und über Infektionsrisiken“
Dr. med. Kurt April, FMH Psychiatrie und Psychotherapie
Über Sex zu sprechen fällt schwer – und doch ist es das beste Vorbeugeprogramm gegen sexuell übertragbare Infektionen. Ausgehend von den Besonderheiten des menschlichen Sexualverhaltens veranschaulichen Beispiele aus der Beratungspraxis konkrete Probleme und Lösungsmöglichkeiten.

Flyer zum Ausdrucken

Wer nach ungeschütztem Sex das Bett hüten muss…

… sollte sich mit seiner Ärztin oder seinem Arzt darüber unterhalten, ob ein HIV-Test angezeigt ist. Denn in den ersten Wochen nach einer Ansteckung mit HIV treten häufig grippeähnliche Symptome auf. Während dieser Phase, der so genannten Primoinfektion, sind HIV-Infizierte viel ansteckender als später. Zudem kann sich eine Sofort-Therapie positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Mit einem neuen Fernseh-Spot, Plakaten und Online-Massnahmen macht das BAG auf das Thema HIV-Primoinfektion aufmerksam.

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Welt-AIDS-Tag: Fast nur positive Nachrichten

Optimistische Töne von den Vereinten Nationen: Experten des Hilfsprogramms UNAIDS zufolge wäre es möglich, bis 2030 HIV beziehungsweise AIDS auf globaler Ebene zu kontrollieren. Auch das Fernziel Heilung rückt etwas näher.

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Sex erhöht Infarktrisiko nicht…

…mit einer Ausnahme. Auch nach einem Infarkt besteht keine Gefahr, dass Sex eine neuerliche Herz-attacke auslöst – außer in einem speziellen Fall.

17.000-mal kommt es in Österreich jährlich zu einem Herzinfarkt. Viele Betroffene haben danach Angst, dass Sex das Risiko für einen neuerlichen Infarkt erhöhen könnte. Eine Studie im Journal of the American College of Cardiology entwarnt: Sex steigert das Risiko für einen (neuerlichen) Infarkt nicht.

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HIV-Ansteckung anders qualifizieren

Anwendung der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichts

2013 hat das höchste Schweizer Gericht erstmals entschieden,eine HIV-Ansteckung sei nicht per se eine lebensgefährliche Körperverletzung. Auslöser für diese Rechtsprechung war ein Zürcher Fall – über den das Obergericht erneut befunden hat.

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HIV im Jahr 2015: Trends bis Ende September

Bis am 30. September des laufenden Jahres wurden in der Schweiz 382 neue HIV-Diagnosen gemeldet. Das sind fast gleich viele Fälle wie in der entsprechenden Vorjahresperiode (389). Eine Hochrechnung für das gesamte Jahr 2015 ergibt zirka 500 HIV-Diagnosen (Schätzbereich 490–515), während es im Vorjahr 516 waren. Somit ist für 2015 von etwa der gleichen Gesamtzahl wie 2014 auszugehen.

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Die weibliche Lustprothese

Die Medikalisierung unserer Alltagsprobleme schreitet munter voran. Nach Kinderlosigkeit, alternder Haut, übermässigen Fettablagerungen, Traurigkeit, Liebeskummer und Impotenz soll jetzt auch die sexuelle Unlust von Frauen medikamentös
therapierbar werden. Zwar sollte man sich als Mann über 60 in Sachen Sex und Lust eher zurückhaltend äussern und Peinlichkeiten durch Vorgaukeln von frequenter Kompetenz tunlichst vermeiden; ein paar grundsätzliche Gedanken zum Phänomen dürften aber doch erlaubt sein.

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Die Sexpille für Frauen: Eine Chance für die Lust?

Drei Anläufe hat es gebraucht, jetzt hat sich ein Gremium der US-amerikanischen Arzneibe-hörde FDA für die Zulassung des Wirkstoffs Flibanserin ausgesprochen. Er soll den Sexual-trieb bei Frauen steigern, ist aber bei umstritten. Brauchen Frauen ein solches Medikament? Darüber hat Claudia Füßler mit Michael Berner, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Freiburg, gesprochen.

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Bessere Kommunikation beim Sex wirkt ähnlich gut wie die «Lustpille für die Frau»

Eine Hormonbehandlung mit Oxytocin verbessert das sexuelle Erleben von Frauen mit Sexualfunktionsstörungen. Das zeigt eine Studie der MedUni Wien, die nun im renommierten Journal „Fertility and Sterility“ publiziert wurde. Allerdings hatte eine Vergleichsgruppe, die mittels Nasenspray nur ein Placebo erhielt, ähnlich verbesserte Werte. Störungen der weiblichen Sexualfunktion sind daher nicht nur ein chemischer Mangel im Hormonhaushalt, sondern oft auch ein Zeichen von fehlender Kommunikation mit dem Partner und ein Ausdruck von Alltagsstress. Das betont Michaela Bayerle-Eder, Internistin und Sexualmedizinerin an der MedUni Wien.

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SGPP Jahreskongress 2015

Psychiatrie im Spiegel der Gesellschaft

02.-04. September 2015
Kongress & Kursaal Bern

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Mechaniker erhält Geldstrafe für Sex mit Schülerin

Weil er mit einer 15-Jährigen ein intimes Verhältnis hatte, wurde ein über 30-jähriger Mechaniker zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Der Fall wurde am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Meilen verhandelt.

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Sexuelle Gewalt nimmt zu

Die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt sank im letzten Jahr leicht, gleichzeitig stiegen jedoch die schweren sexuellen Straftaten auf ein Rekordniveau.

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HIV-Behandlung: Frühe antiretrovirale Therapie hat grosse Vorteile

Je früher HIV-Infizierte antiretrovirale Medikamente einnehmen, desto besser. Das ist das Fazit der internationalen «Start»-Studie, deren Ergebnisse am Mittwoch vorgestellt worden sind.
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Frische HIV-Infektionen: Jeder Dritte neu Angesteckte zeigt keine Symptome

Ein Drittel der neu mit HIV angesteckten Patienten entwickelt laut einer neuen Studie zunächst keine Symptome. Personen aus Risikogruppen sollten sich deshalb alle drei Monate auf HIV testen lassen.

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Lustpille für die Frau erregt die Gemüter

In den USA steht ein «Viagra für Frauen» kurz vor der Zulassung. Anders als die Bezeichnung suggeriert, unterscheidet sich die Wirkung des Flibanserin genannten Arzneistoffs aber erheblich von jener des Potenzmittels.
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Elternzufriedenheit: Gnade der späten Geburt?

Die Zufriedenheit deutscher und britischer Eltern hängt unter anderem mit der Anzahl der Kinder sowie dem Zeitpunkt der Familiengründung zusammen. Das Muster der Zufriedenheit entspricht zudem recht exakt dem Geburtenverhalten der vergangenen Jahre.
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Zeitwende in der Medizin

Erstmals haben Forscher die Gene von menschlichen Embryonen manipuliert. Eingriffe in die Keimbahn des Menschen scheinen nur noch eine Frage der Zeit.
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Gewalt unter Jugendlichen sinkt

Wissenschaftler der Kriminologischen Forschungseinheit der ETH Zürich haben die Entwicklung der Gewalt unter Jugendlichen im Kanton Zürich untersucht. Die Studie zeigt, dass die Gewaltbereitschaft deutlich sinkt.

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Jeder Zweite leidet unter Cybermobbing

Mobbing ist die im Jugendalter am häufigsten erlebte Form von Gewalt. Cybermobbing, also Mobbing mittels digitaler Medien, ist derweil ähnlich verbreitet wie traditionelle Formen und wird auch von ähnlichen Tätern verübt. Rund die Hälfte der Jugendlichen im Kanton Zürich scheint bereits mindestens einmal eine Form von Cybermobbing erlitten zu haben. Dabei ist die Bandbreite variantenreich: von Textnachrichten mit beleidigenden oder bedrohlichen Inhalten über das Verbreiten von Unwahrheiten in den sozialen Netzwerken wie etwa Facebook bis hin zum Veröffentlichen von kompromittierenden Videoaufnahmen auf öffentlichen Plattformen wie Youtube.

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Pornos prägen jugendliches Sexualverhalten

Im Zeitalter von Youporn gewinnt Analsex unter Jugendlichen an Popularität, oft gegen den Willen der jungen Frauen.
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Der Code der Liebe

Kann man Liebe errechnen? In dem Roman «Die Wahlverwandtschaften» tüftelt Goethe am ersten Liebescode und beweist 200 Jahre vor der Erfindung des Online-Dating-Prinzips: Leidenschaft widersetzt sich der Mathematik.

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EBOLA: Überlebende sollen auf Sex verzichten

Patienten, die das Ebolavirus überwunden haben, sollen auf unbestimmte Zeit Enthaltsamkeit praktizieren: Forscher gehen davon aus, dass das Virus sexuell übertragen werden kann. Im Sperma eines Betroffenen haben sie Ebolaerbgut festgestellt.
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Häusliche Gewalt: Der bedrohliche Partner

Opfer von häuslicher Gewalt verzichten häufiger auf eine Anzeige gegen ihre peinigenden Partner. Betroffene schrecken aber nicht nur aus Angst zurück.
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Zuger Affäre vergiftet das Klima zwischen den Geschlechtern

Die Zuger Sexaffäre zeigt: Vergewaltigung, einst ein Kavaliersdelikt des Mannes, droht zum Totschlagargument der Frau zu werden. Mit fatalen Folgen für beide Geschlechter.

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K.-o.-Tropfen: Sie löschen die Erinnerung aus

Nach dem Fall in Zug sind K.-o.-Tropfen in den Schlagzeilen. Die betäubende Droge gibt Verbrechern die totale Macht über ihre Opfer, denen sie die Substanz ins Getränk mischen. Wie oft das geschieht, weiss niemand genau.

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HPV-Impfung in der Schweiz: Aktuelle Situation und Zukunftsaussichten

Der Anteil der HPV-geimpften 18–24-jährigen Frauen stagniert bei rund 50%. Die Impfabdeckung muss deutlich verbessert werden, will man die Zirkulation des Papilloma-Virus nachhaltig verringern.

Eine Möglichkeit ist z.B. die geplante Impfung adoleszenter Knaben und junger Männer. Das Jugendfenster des Zwei-Dosen-HPV-Impfschemas endet ab dem 15. Geburtstag. Nach diesem Jugendfenster sind drei statt zwei Dosen erforderlich. Trotzdem werden fast zwei Drittel aller HPVImpfungen im Alter nach dem 15. Geburtstag durchgeführt, was die Wirksamkeit verringert (ein Drittel hatte bereits Geschlechtsverkehr zum Zeitpunkt der Impfung). Ausserdem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko der zeitlichen Koinzidenz mit seltenen Autoimmun-krankheiten.

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HIV: Therapie-Update für den Grundversorger

Bei früher Diagnose und Therapie nähert sich die Lebenserwartung von HIV-Infizierten derjeni-gen von sonst gesundheitlich vergleichbaren HIV-negativen Personen an. Der HIV-Test sollte gemäss den BAG Richtlinien in einer Vielzahl von klinischen Indikatorsituationen durchgeführt werden, um eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen. Die HIV-Therapie wird einfacher und verträglicher, der Nutzen von zunehmend früherem Therapiebeginn wird studiert.

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HPV: Die deutsche Nadelscheu

Bei Frauen ist Gebärmutterhalskrebs weltweit die zweithäufigste Krebstodesursache. Hierzulan-de kommt es jedes Jahr zu 1.500 Todesfällen. Viele Studien belegen, dass der HPV-Impfstoff sicher und gut verträglich ist. Doch die Impfquote ist weiterhin viel zu niedrig. Warum?

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HI-Viren: Resistenzen weiterhin hartnäckig

Resistente HI-Viren können sich nach wie vor rasch ausbreiten. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung im Rahmen der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie. Wenn nicht kontinuierlich neue Wirkstoffe auf den Markt kommen, gewinnt das Virus langfristig die Oberhand.

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Männer sind nicht testosterongesteuert

Mit gewagten Aussagen zu Sexualität und Prostitution in einem Buch sorgt der Präsident des Kirchenbundes für Kontroversen.

Mit ihrer Arbeit trügen sie zum Frieden bei, sagt Gottfried Locher. Im Buch mit den Titel «Gottfried Locher, der ‹reformierte Bischof› auf dem Prüfstand» äussert er im Gespräch mit dem Autor Josef Hochstrasser seine persönlichen Ansichten zu verschiedensten Themen wie Reichtum, Tod, Fussball und Asyl. Dabei spricht der reformierte Pfarrer Klartext und provoziert – auch in Bezug auf Sexualität: «Befriedigte Männer sind friedlichere Männer.» Das sagt Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes in einem Buch, das dieser Tage erschienen ist. «Darum sage ich, wir sollten den Prostituierten dankbar sein. Sie tragen auf ihre Art etwas zum Frieden bei.»

 

Leserbrief in der «NZZ am Sonntag» vom 16.11.2014 zu den Meinungen Gottfried Lochers.

 

Gottfried Locher unterschiebt der Natur des Mannes mit etwas anderen Worten gleich zwei unschöne Eigenschaften: einen Aggressionstrieb zu besitzen und dem Sexualtrieb ausgeliefert zu sein. Beides sind Vorurteile, die aus der Analogie zur Tierwelt stammen: ein Rüde ist beim Riechen eines läufigen Weibchens nicht mehr zu halten, oder ein Hahn hackt auf einen anderen ein, um Chef im Hühnerstall zu sein. Vor gut hundert Jahren wurden der Aggressions- und der Sexualtrieb irrtümlicherweise dem Mann zugeschrieben, und vor einigen Jahrzehnten versuchte man, denselben Irrtum pseudowissenschaftlich mit dem hohen Testosteronspiegel zu erklären. Unterdessen sind diese Annahmen wissenschaftlich längst widerlegt. Männer sind weder aggressiv, noch sind sie einem Sexualtrieb ausgeliefert. Der Unterschied zum tierischen Verhalten ist, dass der Mensch über ein gut ausgebildetes Grosshirn verfügt. Menschen können im Unterschied zu den meisten Tieren zwar immer, aber sie können die Sexualität ganz gut planen. Weil der Mann seinem Sexualtrieb nicht ausgeliefert ist, kann auch sexueller Missbrauch nicht entschuldigt werden. Der Mensch hat die Freiheit, selbst über sein Verhalten zu entscheiden.

 

Kurt April, Horgen (ZH)

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Dänen sollen das Kinderkriegen in der Schule lernen

Vor lauter Verhütung rückt in Dänemark das Thema Schwangerschaft in den Hintergrund. Jetzt wird der Sexualunterricht angepasst. Man spricht über Körpergefühl, Beziehungen, Spass am Sex, Kondome und die Pille, wenn dänische Teenager in der Schule aufgeklärt werden.

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Die frühe Ausbreitung von HIV

Forscher haben geklärt, von wo aus und über welche Wege sich das Aids-Virus ausgebreitet hat. Demnach startete die Epidemie in den 1920er Jahren in Kinshasa.

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Pornos prägen jugendliches Sexualverhalten

Im Zeitalter von Youporn gewinnt Analsex unter Jugendlichen an Popularität, oft gegen den Willen der jungen Frauen.

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UNAIDS hält Ende der Aids-Epidemie bis 2030 für möglich

«Deutsches Ärzteblatt» vom 16. Juli 2014

Das Immunschwächevirus HIV wird sich so schnell nicht eradizieren lassen, die Epide-mie der Immunschwächekrankheit Aids könnte jedoch bis 2030 weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, heißt es im „Gap-Report“ des UN-Programms zur Aids-Bekämpfung (UN-AIDS).

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Krebsmittel lockt HIV-Virus aus dem Versteck

Neue Zürcher Zeitung» vom 22. Juli 2014

Ein Krebsmedikament treibt schlummernde HI-Viren aus den Zellen. Dadurch werden sie angreifbar durch die Körperabwehr und Medikamente. An der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne in Australien präsentierte der Aids-Forscher Ole Sögaard von der Universität Århus in Dänemark ermutigende Ergebnisse einer kleinen Studie mit sechs Patienten.

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Targets for ending the AIDS epidemic by 2030

We aim to bring the HIV epidemic under control so that it no longer represents a public health threat to any population or country.

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Studie könnte HIV-Rückfall des Mississippi-Babys erklären

«Focus» vom 21. Juli 2014

Das HI-Virus legt offenbar schon sehr kurz nach der Infektion Reservoire im Körper an, die die bisherigen Medikamente nicht erreichen. Diese ernüchternde Erkenntnis ziehen US-Forscher aus Tierversuchen mit dem SI-Virus, dem HIV-Äquivalent bei Affen.

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«Geheiltes» Mädchen erneut von HIV befallen

Neue Zürcher Zeitung» vom 11. Juli 2014

Herber Rückschlag für die Wissenschaft: Ein vierjähriges Mädchen in den USA, das seine HIV-Infektion überwunden hatte, ist erneut erkrankt.

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Schweizer HIV-Diagnosen über EU-Durchschnitt

Die Zahl der HIV-Diagnosen in der Schweiz ist im vergangenen Jahr zwar wieder zurückgegangen. Nach wie vor liegt sie aber weit über dem vom Bund angestrebten Wert.

575 bestätigte HIV-Diagnosen gab es im vergangenen Jahr laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz – ein Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar liegt die Zahl der Diagnosen deutlich über dem angestrebten Ziel, doch von 2009 bis 2011 war die Zahl der HIV-Diagnosen stetig gesunken. Das Jahr 2012 bildete die – negative – Ausnahme.

Sowohl für die Zunahme der neuen HIV-Diagnosen vor zwei Jahren wie auch für die letztjährige Abnahme sind Männer, die Sex mit Männern haben, verantwortlich. Bei den anderen Bevölkerungsgruppen und Übertragungswegen hat sich die Zahl der Meldungen hingegen nur geringfügig verändert.

HIV wird bagatellisiert

Obwohl sie nur drei Prozent der sexuell aktiven Männer ausmachen, betrug der Anteil der Schwulen an den HIV-Diagnosen 2013 rund 39 Prozent. Das nationale Programm fokussiert laut dem Bundesamt für Gesundheit darum auch in den kommenden Jahren auf diese Zielgruppe.

Bei den HIV-Infektionen gibt es ausserdem grosse regionale Unterschiede: Während im Kanton Genf auf 100’000 Einwohner 15,1 Fälle kommen, sind es in den Ostschweizer Kantonen lediglich 3,6 Fälle. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 7,2 Fällen.

Weil HIV-Infizierte inzwischen eine annähernd gleich hohe Lebenserwartung haben wie gesunde Personen, hat das HI-Virus viel von seinem Schrecken verloren – was die Prävention laut BAG nicht einfacher macht.

Höchste HIV-Neuansteckungsrate in Ukraine

Die Ukraine hat die höchste Neuansteckungsrate in Europa. Nun gefährden die Kämpfe zwischen Armee und Separatisten im Osten des Landes die ohnehin schwierige Versorgung der mehr als 250’000 Infizierten.

Schon immer war die Versorgungslage im zweitgrössten Flächenstaat Europas schwierig. Wie so vieles in dem finanziell angeschlagenen Land liegt auch der Gesundheitssektor weitgehend am Boden. Nun toben noch dazu seit Monaten Kämpfe zwischen Regierungskräften und prorussischen Separatisten im Osten des Landes.

Wegen dieser politischen Turbulenzen sei die Versorgung mit lebensnotwendigen Medikamenten gefährdet, sagt Olga Stepanischina von der Patientenorganisation «Pazienty Ukrainy» der Deutschen Presse-Agentur in Kiew.

Wandlungsfähiger Erreger

Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für die Krankheit Aids. Er wird heute vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen. Das Virus ist sehr wandlungsfähig. Viele Tests für einen Impfstoff sind bisher gescheitert.

Der Erreger legt unter anderem bestimmte Immunzellen lahm. Deshalb kann das Abwehrsystem des Körpers Krankheitserreger wie Bakterien und Viren nicht mehr wirkungsvoll bekämpfen. Selbst an sich harmlose Infektionen können so zur tödlichen Bedrohung werden.

Nach einer erkannten HIV-Infektion lassen sich Ausbruch und Symptome von Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome, Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) heute mit verschiedenen Medikamenten bekämpfen. Sie verhindern die Vermehrung des Erregers im Blut.

Lebensqualität und -erwartung von Patienten sind durch diese Therapien deutlich gestiegen. Eine Heilung ist noch nicht möglich.

(sda) Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/31232137 

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Analkrebs durch HPV – Prävention durch Impfung

Pressemitteilung vom 7.7.2014
Von Dr. Sexual Health, Ärzte für sexuelle Gesundheit www.drsh.ch

Frauen erkranken häufiger als Männer

Gut bekannt ist, dass Humane Papilloma Viren (HPV) Gebärmutterhlaskrebs und Genitalwarzen verursachen. Weniger geläufig ist, dass in Europa jedes Jahr etwa 2900 Frauen und 1700 Männer neu an Analkrebs (1) wegen HPV der Typen 6 und 18 erkranken. Diese HPV-Typen sind auch für etwa 80 % der analen intraepithelialen Neoplasien Grad 2 und 3 (AIN 2/3) verantwortlich. Dabei handelt es sich um bösartige Krebsvorstufen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer (2). In den letzten Jahren häufen sich auch die Hinweise für zunehmenden oropharyngealen Krebs durch dieselben Viren.

Impfung schützt Männer und Frauen vor Krebs

Die Wirksamkeit des HPV-Impfstoffes zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen ist schon länger belegt. Nun wurde auch die Wirksamkeit des HPV-Impfstoffs Gardasil gegen das Analkarzinom und AIN 1/2/3 in einer Untergruppe von 598 Männern (Gardasil = 299, Placebo = 299) im Alter von 16 bis 26 Jahren untersucht. Die Probanden hatten nach eigenen Angaben Geschlechtsverkehr mit Männern (MSM). Die relevanten Endpunkte wurden bei Studienende (mittlerer Nachbeobachtungszeitraum = 2,15 Jahre) analysiert: Der Schutz vor HPV-16/18-assoziierten AIN 2/3 betrug 86,6 % (95 % CI: 8.8, 95.4) und vor HPV-6/11/16/18-assoziierten AIN 2/3 74,9 % (95 % CI: 0.0, 99.7). Diese Ergebnisse wurden in einer Follow-up-Untersuchung sechs Jahre nach der Impfung bestätigt (3;4). Der Europäische Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) bestätigte mit der Zulassungserweiterung zudem, dass die Wirksamkeitsdaten von der MSM-Studienpopulation auf heterosexuelle Männer und Frauen übertragbar sind.

Indikationserweiterung von Gardasil:

Der Impfstoff Gardasil® wird in der Schweiz bisher allen Mädchen zur Prävention von Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs empfohlen, bevor sie die ersten sexuellen Kontakte haben. Die europäischen Arzneimittelbehörden hat Ende Juni die Zulassung von Gardasil® um eine Indikation erweitert: Der HPV-Impfstoff darf in der EU nun auch zur Prävention des Analkrebs und analer präkanzeröser Läsionen eingesetzt werden. Die Zulassungserweiterung gilt für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren.

 

Quelle: Pharmazeutische Zeitung online (24.06.2014) 
Literatur. 1) Hartwig S et al. Estimation of the epidemiological burden of human papillomavirus-related cancers and nonmalignant diseases in men in Europe: a review. BMC Cancer 2012;12-30.
2) Forman D, et al. Global burden of human papillomavirus and related diseases. Vaccine 2012;30 Suppl 5:F12-23
3) Fachinformation Gardasil Stand Juni 2014
4) Palefsky JM et al. HPV Vaccine against Anal HPV Infection and Anal Intraepithelial Neoplasia. N Engl J Med 2011;365:1576-85.

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Die Lust war grösser als der Verstand

„Die Lust war grösser als der Verstand“, titel ein Artikel auf www.blick.ch am 4.6.14.
„Sie hatte alles, war glücklich verliebt und heiratete. Doch dann kam eine erschreckende Diagnose.“

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HIV: „Nur noch eine Pille“, so ein Artikel in der NZZ

Die HIV-Therapie wird immer einfacher“, schreibt die NZZ am Sonntag. „Doch nicht für alle Patienten bedeutet einfacher auch besser. Ein Beitrag von Stéphane Praz.

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Suche nach Aids-Impfstoff – Treibjagd auf HIV

Die Forschung an Impfstoffen gegen Aids kommt voran: Im Blut von Patienten wurden potente Antikörper gefunden. Ihre Entstehungsgeschichte hilft Impfstoffentwicklern.
Lesen Sie den vollständigen Artikel von Emmanuelle Vaniet online auf „Frankfurter Allgemeine Zeitung“

Hepatitis C: Durchbruch bei der Therapie

Patienten mit Hepatitis C vom Typ 1, einer durch infiziertes Blut übertragenen Gelbsuchtart, lassen sich mit neuen Wirkstoffen offenbar nahezu immer heilen. Die dabei anfallenden Kosten sind allerdings hoch.“, schreibt die NZZ in der Ausgabe vom 17. April 2014.

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HI-Virus steuert Fortschreiten der Infektion stärker als angenommen

Eine Medienmitteilung der ETH Zürich, Peter Rüegg

Das HI-Virus bestimmt die Virenlast im Wirt zu einem überraschend hohen Anteil selbst. Dies hat einen wesentlichen Einfluss auf das Fortschreiten der HIV-Infektion zu Aids.
Lesen Sie im Interview mit ETH-News wie Prof. Sebastian Bonhoeffer und Gabriel Leventhal auf diese Erkenntnis gekommen sind und welche Schlussfolgerungen sie daraus ableiten.

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HIV-Test als wichtiges Element der HIV/STI-Prävention

Im Rahmen der Strategieerarbeitung Nationales Programm HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen 2011–2017 wurde die Teststrategie überprüft.

Um eine qualitativ gute Beratung sicherzustellen, ist die Einhaltung gewisser Regeln unerlässlich. Die Testung ist ein zentraler Punkt der Prävention, wenn Testung in eine qualitativ gute Beratung eingebettet ist: Die Beratung führt zu einer Verhaltensänderung, nicht der Test selbst.
Als Suchtest empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Suchtest der 4. Generation. Die Viertgenerationstests können auch HIV-Infektionen vor der Bildung von Antikörpern (Serokonversion) erkennen.

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Wirkstoff kann monatelang vor Aids-Erreger schützen

Statt täglich Tabletten schlucken zu müssen, könnten HIV-gefährdete Menschen künftig alle drei Monate eine Spritze bekommen. Das Verfahren wurde erfolgreich an Affen getestet.

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Wer Syphilis, HPV oder Chlamydien hat, merkt lange nichts

Die Zunahmeraten bei Geschlechtskrankheiten sind in der Schweiz hoch – wegen häufigeren Gelegenheitssex und Pornografisierung der Jugend.

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Jede dritte HIV-Infektion in Deutschland unentdeckt

3400 Menschen in Deutschland stecken sich jedes Jahr neu mit HIV an. Experten sehen das Problem vor allem in unerkannten Infektionen – und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

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Die HIV-Infektion in «real time» beobachtet

Wie sich der Aids-Erreger HIV im Körper von Infizierten vermehrt und ausbreitet, weiss man vor allem aus Laborexperimenten und Computersimulationen. Nun ist es einer amerikanischen Forschergruppe laut eigenen Angaben erstmals gelungen, das Infektionsgeschehen im lebenden Organismus auf Zellebene

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Krebs durch Oralverkehr

«Es ist nicht das Ziel, den Leuten den Spass am Sex zu nehmen»

Interview: Leonie Krähenbühl. Aktualisiert am 04.06.2013

Hollywoodstar Michael Douglas behauptet, vom Oralverkehr Krebs bekommen zu haben. Mediziner Stephan Lautenschlager beurteilt den Fall und erklärt, warum Safer-Sex-Regeln nicht vollständig sicher sind.

Herr Lautenschlager, anscheinend liegt Oralsex zurzeit im Trend. Das Beispiel von Michael Douglas wirft nun auch die Frage auf, ob wir davon Krebs bekommen.

ch kann diese Entwicklungen bestätigen: Tatsächlich hat die Popularität von Oralsex in den letzten Jahrzehnten zugenommen, und gleichzeitig wurde auch ein vermehrtes Auftreten von durch sogenannte Papillomaviren (HP-Viren, humanes Papillomavirus) ausgelösten Oropharynx-Tumoren beschrieben. Allerdings wird vermutet, dass nur etwa ein Viertel dieser Tumore durch diese Viren induziert ist.

Welche anderen Ursachen spielen in Bezug auf diese Krebsarten eine Rolle?

Neben der Ansteckung durch entsprechende sexuelle Praktiken sind insbesondere Tabak- und Alkoholkonsum als Risikofaktoren zu nennen.

Insofern ist die Aussage von Michael Douglas mit Vorsicht zu geniessen?

In Unkenntnis des Alkohol- und Nikotinkonsums von Herrn Douglas ist dies schwierig zu beurteilen. Es ist vermutlich problematisch zu sagen, dass sein Tumor alleine bzw. mit Sicherheit auf die Ansteckung mit dem HP-Virus zurückzuführen ist.

Zahlen belegen, dass rund 75 Prozent aller sexuell aktiven Personen Träger des HP-Virus sind.

Ja, das Virus kann bei der grossen Mehrheit der sexuell aktiven Personen irgendwann nachgewiesen werden. Allerdings weisen sie meistens keine Symptome auf. Der Extremfall, also die Entwicklung eines Tumors im Hals- bzw. Mundbereich, im Bereich des Gebärmutterhalses oder auch anal, tritt dabei nur bei einem kleinen Prozentsatz ein. Bei Symptomauftritt können rötliche oder weissliche Herde gesehen werden. Wichtig scheint mir aber in Bezug auf dieses Beispiel, zu betonen, dass die Geschlechtskrankheiten grundsätzlich zugenommen haben, wobei auch der Mund- und Rachenbereich davon betroffen sein kann (wie zum Beispiel bei Syphilis und Gonorrhö.)

Welche Rolle ist dabei spezifisch dem Oralverkehr zuzuschreiben?

Die bekannten Safer-Sex-Regeln zielen vor allem darauf ab, die Ansteckung mit dem HI-Virus zu verhindern. Aber: Auch ohne Kontakt mit Sperma oder Menstruationsblut kann man sich mit den klassischen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhö oder Chlamydien anstecken. Oder eben auch mit dem HP-Virus.

Dann fehlt uns in dieser Hinsicht das Bewusstsein? Die Ansicht, nur der Kontakt mit Samenflüssigkeit oder Blut sei gefährlich, scheint doch weit verbreitet zu sein.

Mit diesem Irrglauben in Bezug auf die klassischen Geschlechtskrankheiten sind wir in der Praxis häufig konfrontiert. Ich finde: Jeder hat das Recht, vollkommen informiert zu werden; dann kann das individuelle Risiko eingeschätzt werden. Aber es ist natürlich nicht das Ziel, den Leuten Angst zu machen und den Spass am Sex zu nehmen.

Müssten die Safer-Sex-Regeln entsprechend angepasst werden, um dieses Bewusstsein zu schärfen?

Das ist eine gesundheitspolitische Frage. In erster Linie will natürlich das potenziell fatalste Risiko eingedämmt werden. Das ist nach wie vor die Ansteckung mit dem HI-Virus.

Um nochmals auf den Trend des Oralverkehrs zurückzukommen: Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?

Dieser Trend scheint zumindest durch die Anfänge der Aids-Epidemie mitbedingt, wo Oralverkehr als sogenannte Ausweichhandlung ausgeführt wurde: Gerade in Bezug auf die Ansteckung mit HIV birgt Oralsex ein deutlich geringeres Risiko als penetrierender Geschlechtsverkehr.

Besonders in den USA wird zwischen dem Akt des Oral- und Geschlechtsverkehrs klar unterschieden.

Bill Clintons Lewinsky-Affäre illustriert dies sehr schön: Danach befragte man amerikanische Studenten, ob Oralverkehr denn nun Sex sei oder nicht. Eine beträchtliche Anzahl war der Meinung, Oralverkehr sei noch kein Sex. Gerade in prüden Kontexten werden Cunnilingus und Fellatio deshalb gerne als legitime Alternative zum vorehelichen Geschlechtsverkehr herangezogen.

Wird es angesichts des Anstiegs der Infektionsraten Zeit für Moral- statt Oralsex?

Wie gesagt: Das Ziel kann nicht sein, den Leuten mit dem erhobenen Zeigefinger zu drohen und ihnen Angst zu machen. Wichtig ist, dass die Leute die Risiken kennen. Dann würden wir diesen Satz vielleicht nicht mehr so oft hören: «Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich das natürlich nicht gemacht.»(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

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HIV – WHO will frühere Behandlung

Auslandnachrichten Sonntag, 30. Juni, 10:49

HIV-Infizierte sollen gemäss den neuen Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO früher therapeutisch behandelt werden. Auf diese Weise könnten drei Millionen Todesfälle bis 2025 verhindert werden. Experten sind skeptisch.


(dpa) Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Richtlinien für die Behandlung von HIV-Patienten geändert. Sie empfiehlt jetzt, deutlich früher mit der Therapie zu beginnen. Damit könnten bis 2025 drei Millionen Todesfälle und 3,5 Millionen Ansteckungen verhindert werden, teilte die WHO am Sonntag mit.

Nach Angaben von Aids-Experten gibt es aber keinen Nachweis, dass Infizierte von einem früheren Therapiebeginn profitieren. «Es ist unklar, welche Folgen ein früherer Behandlungsbeginn hat», sagte Aids-Experte Ulrich Marcus vom Robert Koch-Institut in Berlin.

«Man muss eventuell länger mit Nebenwirkungen leben.» Dazu können Störungen der Nieren-Funktion, des Knochenstoffwechsels und des Fettstoffwechsels gehören. Der Nutzen für andere sei aber unbestritten: wenn Infizierte wirksam behandelt werden, sinke das Risiko deutlich, dass sie andere anstecken.

RISIKO EINER ÜBERTRAGUNG KLEINER

Patienten sollen nach den neuen WHO-Empfehlungen HIV-Medikamente bereits erhalten, wenn die Zahl der T-Helferzellen unter 500 pro Mikroliter (Millionstel Liter) Blut sinkt. Seit 2010 galt 350 als Richtwert.

Die Zahl dieser wichtigen Abwehrzellen zeigt an, wie stark oder geschwächt das Immunsystem ist. «Menschen mit HIV früher mit sicheren, bezahlbaren und einfach einzunehmenden Medikamenten zu behandeln, sorgt dafür, dass sie gesünder bleiben», teilte die WHO mit.

Nach neuen WHO-Angaben werden weltweit 9,7 Millionen Menschen mit antiretroviraler Therapie (ART) behandelt. Schätzungen zufolge erreichen die Mediziner rund 7 Millionen Infizierte nicht.

Nach den neuen Regeln müssten allein in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen zusätzlich 9,2 Millionen HIV-Infizierte mit Medikamenten versorgt werden, sagte ein WHO-Sprecher. Insgesamt sind es etwa 26 Millionen Menschen, die nun eine Therapie erhalten müssten.

MILLIONEN INFIZIERTE

Die WHO verkündete die neuen Richtlinien zum Auftakt des Kongresses der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Nach den Empfehlungen richten sich Gesundheitsdienste in aller Welt.

Weltweit leben mehr als 34 Millionen Menschen mit HIV, 69 Prozent davon in Afrika südlich der Sahara. Zur Zeit läuft eine grosse Studie, die nachweisen soll, ob ein früher Behandlungsbeginn Vorteile für die Patienten bringt. Ergebnisse werden nicht vor 2015 erwartet.

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Syphilis und Tripper auf dem Vormarsch

Aktualisiert am 18.06.2013

Geschlechtskrankheiten sind in der Schweiz immer verbreiteter. Seit Anfang Jahr wurden 788 Fälle von Gonorrhoe (Tripper) gemeldet – 180 mehr als im gleichen Zeitraum 2012. Auch Syphilis-Fälle nehmen zu.

MELDUNGEN VON SYPHILIS UND GONORRHOE JEWEILS SEIT JAHRESBEGINN

Sexuell übertragbare Krankheiten sind in der Schweiz auf dem Vormarsch. Seit Anfang Jahr wurden 788 Fälle von Gonorrhoe – umgangssprachlich auch Tripper genannt – gemeldet. Das sind über 180 mehr als im gleichen Zeitraum letztes Jahr, wie die des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigen.

Alleine in den letzten vier Wochen wurden gemäss den heute publizierten BAG-Bulletin 133 Fälle der Geschlechtskrankheit Gonorrhoe gemeldet. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 117 gewesen.

Vor allem Männer betroffen

Auch mit Syphilis steckten sich deutlich mehr Menschen. In den letzten vier Wochen wurden 104 Fälle gemeldet, im gleichen Zeitraum 2012 waren es 81 gewesen. Seit Jahresbeginn verzeichnete das BAG 530 Fälle und damit fast 70 mehr als im Vorjahr.

Von beiden Geschlechtskrankheiten sind vor allem Männer betroffen. Tripper ist weltweit eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Besonders verbreitet ist die Krankheit bei homosexuellen und bisexuellen Männern, bei Personen mit mehreren Geschlechtspartnern und im Bereich der Prostitution, wie das BAG auf seiner Homepage schreibt.

Für Syphilis besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko laut BAG vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben, bei Personen mit mehreren wechselnden Sexualpartnern und im Bereich der Prostitution.(wid/sda)

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Sexuell übertragbare Infektionen (STI) nahmen erneut zu

Die sexuell übertragbaren Infektionen nahmen im Jahr 2012 wieder deutlich zu. Auch im ersten Quartal 2013 ist insbesondere bei Gonorrhoe und Syphilis wieder eine Zunahme zu verzeichnen. Die sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sind in der Schweiz weiterhin auf dem Vormarsch.

Im ersten Quartal 2013 verzeichnet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Vergleich zum selben Quartal 2012 bei Syphilis und Gonorrhoe ansteigende Meldungen. Schon das ganze 2012 fiel in Bezug auf STI negativ auf: Statistiken des BAG zeigen für die Schweiz erstmals seit vier Jahren ein Zunahme der neuen HIV-Infektionen, im Vergleich zum Vorjahr um 10%. Bei homosexuellen Männern konnte eine Zunahme von 28 Fällen auf 274 festgestellt werden. Doch auch die Ansteckungen über heterosexuellen Geschlechtsverkehr und über den Drogenkonsum nahmen zu. Dafür sind verschiedene Gründe denkbar. Man beobachtet eine zunehmende Sorglosigkeit bei schwulen Männern, aber auch bei heterosexuellen Frauen und Männern. Dafür verantwortlich dürften die äusserst wirksamen Medikamente sein, die die HIV-Infektion von einer tödlich verlaufenden in eine chronische Infektion überführen. Eine wichtige Rolle spielen wahrscheinlich auch die Verharmlosungstendenzen in Öffentlichkeit und Medien.

Doch nicht nur die HIV-Infektionen nahmen im letzten Jahr erneut zu. Auch die Diagnosen anderer sexuell übertragbarer Infektionen weisen steigende Tendenzen auf. So nahm beispielsweise die Anzahl der Hepatitis B-Infektionen im Vergleich zum Vorjahr um 13% zu. Betrachtet man die Hepatitis C-Infektionen, sind es sogar 32%. Dies ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine erhöhte Risikobereitschaft zurückzuführen.

Auch die Zunahme der Chlamydien-Infektionen um 13% und der Gonorrhoe-Diagnosen um 11% deuten auf die zunehmende Sorglosigkeit der Schweizer Bevölkerung hin. Erschreckend ist zudem die Zunahme der Syphilis-Infektionen. Zwar haben diese im Vergleich zum Vorjahr ‚nur‘ um 8% zugenommen. Betrachtet man jedoch die Statistiken der letzten 6 Jahre, stellt man fest, dass sich die Syphilis-Infektionen von 2006 (618 Fallmeldungen) bis 2012 (1102 Fallmeldungen) beinahe verdoppelt haben.

Fallmeldungen seit Jahresbeginn
Auch im ersten Quartal 2013 ist insbesondere bei Gonorrhoe und Syphilis wieder eine Zunahme zu verzeichnen.

Quelle: http://www.bag.admin.ch/k_m_meldesystem/00733/00804/index.html?lang=de (09.04.2013)

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